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Siebträgermaschinen

Die besten Siebträgermaschinen ermöglichen extrem guten Espresso. Mit Aroma, Optik und Handhabung wie in der Cafébar. Aber welche klassische Espressomaschine ist die beste im Vergleich? Hier finden Sie beliebte Geräte und Sieger aus Siebträgermaschinen Tests – und einen ausführlichen Ratgeber zum Kauf.

Siebträgermaschinen Vergleich

1.Platz 2.Platz 3.Platz 4.Platz 5.Platz
Sage SES875 Barista ExpressDeLonghi Dedica EC 685.MWMF Lumero SiebträgerBeem Espresso-PerfectKrups XP3440
Sage Barista Express: Sieger Siebträgermaschinen TestDelonghi Dedica Siebträgermaschine TestWMF Lumero SiebträgerBeem Espresso PerfectKrups XP3440 Siebträgermaschinen-Test
Befüllung
EspressobohnenEspressopulverEspressopulver Pads (auch E.S.E.)Espressopulver, Nespresso-KapselnEspressopulver
Brühdruck
15 bar15 bar15 bar20 bar15 bar
Milchschaumdüse
JaJaJaJaJa
Besonderheit
Mahlwerk----

Alle Angaben werden regelmäßig aktualisiert. Preise können aus technischen Gründen jetzt höher sein.

Welche Siebträgermaschine ist die beste?

Die Auswahl an Espressomaschinen wächst ständig. Und neben teuren Top-Geräten gibt es teils sehr günstige Angebote. Zwar zeigen alle Geräte in einem Siebträgermaschinen Test prinzipiell Gemeinsamkeiten, die sie von anderen Kaffeemaschinen abheben. Aber die Unterschiede sind riesig.

Welche Maschine bereitet zuhause den besten Espresso? Und welche ist die Nummer 1, wenn es um Latte Macchiato & Co geht? Wir zeigen Ihnen, worauf es bei der Ausstattung und einstellbaren Funktionen ankommt. Und führen Sie anschließend per Checkliste zur passenden Siebträgermaschine.

Ausstattung

  • Mahlwerk
  • Wasserkreislauf
  • Wassertemperatur
  • Brühgruppe (Druck & Durchfluss)
  • Milchaufschäumer (manuelle Düse oder Automatik)

Einstellungen

  • Mahlgrad
  • Brühtemperatur
  • Durchflussmenge
  • Brühdruck
  • Dampftemperatur (Milchschaum)
Es gibt auch günstige Siebträgermaschinen
Es gibt auch günstige Siebträgermaschinen mit Stil – z.B. dieses Delonghi Modell.

Welche Siebträgermaschine passt zu mir?

Wer eine Siebträgermaschine kaufen möchte, sollte alle Eigenschaften von Innen nach Außen durchgehen. Als Erstes ist der Wasserkreislauf entscheidend – als Letztes das Design. Wir gehen alle Schritte gemeinsam mit Ihnen durch.

Wasserkreislauf auswählen

Bedienung

Wassertank

Wie viel Volumen ein Wassertank bieten soll, hängt vom eigenen Verbrauch ab. Nützlich ist aber eine gut ablesbare Wasserstandsanzeige. Diese muss man bei manchen Espressomaschinen tatsächlich im Auge behalten, denn manche Maschine würde auch pumpen, wenn der Behälter leer ist.

Milch aufschäumen

Eine schwenkbare Dampfdüse ist der Klassiker, um Milchschaum und Heißwasser zuzubereiten. Die Dampfmenge ist bei anspruchsvolleren Espressomaschinen z.B. per Drehregler stufenlos regelbar. Die Zubereitung erfordert mehr Geschick als Modelle, die einen integrierten automatischen Milchaufschäumer besitzen.

Tassenwärmer

Die obere Fläche einiger guter Siebträgermaschinen ist beheizt, um Tassen vorzuwärmen. Dadurch entfaltet sich das Aroma des heißen Kaffees besser. Selbst kleine Maschinen können bei guter Konstruktion 2 bis 3 Tassen vorheizen.

Abtropfbehälter

Der Abtropfbehälter sollte möglichst groß sein, damit man ihn relativ selten leeren muss. Zudem sollte der Abstand zwischen Abtropfgitter und Siebträgerausfluss hoch genug sein, um Ihre meistgenutzten Tassen oder Gläser dort zu platzieren.

Lieferumfang

Reinigung

Tipps und Testnoten

Sage SES875 Barista Express: 1. Platz
Sage Barista Express: Sieger Siebträgermaschinen Test
  • Espressobohnen Befüllung
  • 15 bar Brühdruck
  • Ja Milchschaumdüse
Angebote*
Die Sage Barista Express überzeugt – sowohl was die Qualität des zubereiteten Espressos als auch die Verarbeitung angeht. Im Siebträger Test 2018 belegte sie mit "sehr gut (92,8%)" den ersten Platz beim ETM Testmagazon. Die Maschine macht es leicht, die Kaffeezubereitung zu einem hohen Grad individualisieren, u.a. durch den Mahlgrad, die Wassertemperatur und die Wassermenge pro Tasse. Um die Möglichkeiten der Maschine voll auszuschöpfen, sollte man sich jedoch intensiv mit ihr beschäftigten.
DeLonghi Dedica EC 685.M: 2. Platz
Delonghi Dedica Siebträgermaschine Test
  • Espressopulver Befüllung
  • 15 bar Brühdruck
  • Ja Milchschaumdüse
Angebote*
Schmales Design, ausgezeichneter Espresso: So lässt sich die DeLonghi 685.M Dedica auf den Punkt bringen. Mit nur 14,9 cm Breite findet sich sicherlich in jeder Küche ein Platz für diese Siebträgermaschine. Trotzdem muss sie sich bei der Qualität des Espressos nicht vor größeren Maschinen verstecken. Entsprechend hat das ETM Testmagazin sie im Kompakt-Siebträgermaschinen Test 12/2018 zum Preis-Leistungssieger gekürt.
WMF Lumero Siebträger: 3. Platz
WMF Lumero Siebträger
  • Espressopulver Pads (auch E.S.E.) Befüllung
  • 15 bar Brühdruck
  • Ja Milchschaumdüse
Angebote*
Beem Espresso-Perfect: 4. Platz
Beem Espresso Perfect
  • Espressopulver, Nespresso-Kapseln Befüllung
  • 20 bar Brühdruck
  • Ja Milchschaumdüse
Angebote*
Krups XP3440: 5. Platz
Krups XP3440 Siebträgermaschinen-Test
  • Espressopulver Befüllung
  • 15 bar Brühdruck
  • Ja Milchschaumdüse
Angebote*
Die Krups XP3440 Calvi ist eine der schmalsten Siebträgermaschinen auf dem deutschen Markt. Mit ihrem Thermoblock aus Edelstahl ist sie besonders schnell einsatzbereit. Die im Vergleich recht schlanke Bauart ermöglicht auch den Einsatz in kleineren Küchen. Zudem stimme das Verhältnis von Kaufpreis und Nutzwert: In Heft 06/2015 hat das ETM Testmagazin die Krups XP 3440 mit "gut (90,9%)" bewertet. Unter den insgesamt 8 Kompakt-Siebträgermaschinen im Test belegte es zugleich den ersten Platz in der Kategorie "Preis/Leistung".
Tipps für guten Espresso

Wie bereite ich Espresso mit einem Siebträger zu?

Das geht in fünf Schritten. Starten Sie mit Punkt 1, wenn Sie mehrere Siebträger haben, sonst mit Punkt 2.

  1. Siebträger für eine oder zwei Tassen wählen.
  2. Füllen Sie 7 bis 9 Gramm Espressopulver in den Siebträger (mehr dazu unten).
  3. Verdichten Sie das Pulver durch Festdrücken mit dem Tamper (siehe unten).
  4. Den Siebträger von unten in die Halterung heben und festdrehen.
  5. Starten Sie den Wasserdurchfluss.
  6. Stoppen Sie den Durchfluss, sobald die gewünschte Menge erreicht ist.

Es gibt übrigens Geräte, die einzelne Schritte automatisch durchführen können. Dazu zählen etwa ein maschinelles Tamping nach Einsatz des Siebträgers sowie eine voreinstellbare Tassengröße.

Voraussetzungen für guten Caffé

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts sind die Anforderungen für einen perfekten Espresso im Grunde unverändert: Eine gut gepflegte Espressomaschine mit der richtigen Leistung und hochwertigen Zutaten. Beides muss stimmen, um den gewünschten Geschmack zu erzeugen.

Die technischen Daten der Kaffeemaschine sind relativ leicht zu prüfen. Schwieriger, aber auch individueller, wird die Auswahl der perfekten Zutaten.

Leistung der Siebträgermaschine

  • 90-94 °C Temperatur: Jede Änderung kann großen Einfluss auf bittere Noten des Kaffees haben.
  • 9 bar Druck: Erlaubt ist auch mehr. Doch erst ab 9 bar kann die Maschine eine schöne Crema und eine samtige Kaffee-Konsistenz erzeugen.

Optimale Zutaten & Details der Zubereitung

Bei fast allen Geräten ist einiges an Ausprobieren und Tests erforderlich, um die ideale Pulvermenge und Verdichtung zu ermitteln. Wenn Sie Bohnen selber mahlen, können Sie

  • Bohnen: Probieren Sie verschiedene Espressosorten aus.
  • Feinheit: Falls Sie selber mahlen: Wechseln Sie den Mahlgrad probeweise.
  • Menge: Variieren Sie die Pulvermenge, die Sie in den Siebträger geben.
  • Dichte: Testen Sie unterschiedlich starke Verdichtungen mit dem Tamper.
  • Wasser: Filtern Sie ihr Wasser um zu testen, ob sich das Aroma ausgewogener entfalten und die Säure reduziert.
  • Pflege: Entkalken Sie die Maschine regelmäßig, da Ablagerungen den Geschmack beeinträchtigen

Tipp: Wie einige der besten Barista den Espresso zaubern, ist immer ein Erlebnis. Wir haben für Sie daher auch eine Liste der besten Cafés in Rom zusammengestellt.

Historie der Siebträgermaschinen

Blick in die Geschichte: die erste Siebträgermaschine

Wer sich heute mit einer Siebträgermaschine einen Espresso zubereitet, nutzt die Erfahrungen aus fast 200 Jahren Entwicklungsgeschichte. Die Anfänge liegen im Dunkeln. Das ist nicht anders als bei der übrigen Geschichte der Technik.

  • Für das Jahr 1825 ist die Erfindung einer Dampf-Kaffeemaschine in Bayern überliefert. Allerdings weiß man bis heute nicht genau, was es damit auf sich hatte. Ab dieser Epoche sind die Entwicklungsschritte der Siebträgermaschinen immer besser dokumentiert.
  • Schon 1822 entwickelte der Franzose Louis Bernard Babaut den ersten Prototypen einer Espressomaschine. Bei ihr wurde Dampf dazu genutzt, um heißes Wasser durch Kaffee in einem Filter zu führen.

Bis zu 2.000 Tassen Kaffee pro Stunde

Diese Idee führte Eduard Loysel de Santais 1843 weiter und machte die Maschine marktfähig. 1855 präsentierte er seinen Druckbrühapparat auf der Pariser Weltausstellung und demonstrierte die Leistungsfähigkeit: bis zu 2.000 Tassen Kaffee jede Stunde.

Der Dampfdruck wurde dazu benutzt, das Wasser zu fördern, damit es von oben auf den gemahlenen Kaffee fließen konnte. Die Maschinen waren groß, glänzten – und halfen der Gastronomie, mehr Kaffee mit besserem Aroma zu verkaufen.

Die Risiken des Dampfdrucks

Logischerweise entsprach der Brühdruck, mit dem das Wasser durch das Kaffeepulver lief, dem Gewicht des Wassers. Allerdings war die Maschine alles andere als perfekt. Zum einen bestand die Gefahr, dass sie explodieren konnte. Zum anderen wurde der Kaffee sehr bitter, wenn die Maschine überhitzte oder falsch benutzt wurde.

Noch im Jahre 1878 meldete ein gewisser Gustav Kessel eine Kaffeemaschine zum Patent an, die erneut auf Dampfdruck basierte. Doch dann kam eine neue Entwicklung in Gang.

Kaffeearomen mit Dampf lösen

Für 1885 ist nachgewiesen, dass der Turiner Angelo Moriondi Kaffeemaschinen baute, mit denen er italienische Bars belieferte. Das Besondere bei diesen Maschinen war, dass sie erst Wasser und dann Dampf durch den Kaffee im Metallsieb drückten. Der Dampf trug dazu bei, die Aromen im Kaffeepulver zu lösen.

Das 20. Jahrhundert: der 1. Espresso

Anfang des 20. Jahrhundert war es endlich so weit. Das Grundmodell einer Siebträgermaschine, wie wir sie heute kennen, erblickte das Licht der Welt. Ein Neapolitaner, so sagt man, ärgerte sich maßlos darüber, dass es so lange dauerte, bis sein Kaffee fertig wurde. Also entwickelte er zusammen mit dem Mailänder Erfinder Luigi Bezzera einen neuen Typ von Espressomaschinen.

Die Einführung der Siebträger – und das Wort „Espresso“

Das Neue daran war nicht, dass Dampfdruck für das Brühen des Kaffees eingesetzt wurde. Sondern dass es vier Brühgruppen, also Siebträger, und einen Boiler gab. Für jede Brühgruppe gab es unterschiedliche Siebeinsätze. So konnten – unter gekonnter Dosierung des Drucks mit unterschiedlichen Ventilen – bis zu acht kleine Tassen Kaffee gleichzeitig zubereitet werden konnten.

Der Vorteil für die Gäste: Sie konnten eine Tasse Kaffee „ausdrücklich“ für sich selbst bestellen. Davon ist auch der Name für den schnellen Kaffee zwischendurch abgeleitet: „espressivo“ steht im Italienischen für „ausdrücklich“.

Der Brühdruck dieser neuen Erfindung lag bei ca. 1,5 bar, die Wassertemperatur bei ca. 130 bis 140 °C. Bezzera, der Ingenieur, meldete sein Patent für die neue Art von Kaffeemaschine am 19. November 1901 unter dem Namen „Tipo Gigante“ ein.

Stetige Verbesserungen der Siebträgermaschinen

In den folgenden Jahren arbeiteten unterschiedliche Firmen daran, das Konzept der Espressomaschinen zu verbessern. Dazu gehörten zum Beispiel Arduino, La San Marco, La Marzocco, Rancilio, Cimbali und Snider. Das letztgenannte Unternehmen hat es zum ersten Mal geschafft, eine Maschine zu bauen, die mehr als 1,5 bar Brühdruck erzeugen konnte. Dieser Druck wurde hydraulisch über den Druck in der Wasserleitung aufgebaut.

Die erste Maschine, die Wasser automatisch dosieren konnte

1933 wurde die Firma Illy gegründet, die inzwischen auch die illy iperespresso Maschinen (Test) anbietet. Francesco Illy, der Gründer, erfand eine Espressomaschine, die automatisch das Wasser dosierte. Außerdem war für die Druckerzeugung nicht mehr der Dampf verantwortlich, sondern ein cleveres Druckluftsystem. Damit war der Brühdruck unabhängig vom Dampfdruck. Diese Trennung von Wärme- und Druckquelle schützte das Kaffeepulver vor dem Verbrennen.

Genügend Druck für die typische Crema

Ende der 30er Jahre erreichte Achille Gaggia erstmals das heutige Druckniveau bei der Zubereitung von Espresso. Er nutzte den Druck des Kesselwassers – und konnte ihn durch einen Schraubkolben noch erhöhen. Gaggia erhielt das Patent für diese Idee am 5. September 1938. Später ersetzte er den Schraubkolben durch einen Federkolben. In den nächsten Jahren wurden Ideen entwickelt, um das Patent zu umgehen. So baute zum Beispiel Faema eine Maschine, bei der zweiseitig gelagerte Excenter die Kraft des Hebels auf den Kolben übertragen

Handhebelmaschinen für perfekten Espresso

Mit dem „Handhebel“, daher „Handhebelmaschine“ kann der Barista eine große Feder zusammendrücken, die einen zahnstangenbetriebenen Kolben schiebt. Dieser komprimiert das Wasser und erhöht den Druck auf 8 bis 10 bar. Und erst durch diesen hohen Druck entsteht die Crema auf dem Espresso, diese einzigartige Schaumschicht.