Elektrogeräte : Kaffeemaschinen : Siebträgermaschinen

Siebträgermaschinen

Die besten Siebträgermaschinen ermöglichen extrem guten Espresso. Mit Aroma, Optik und Handhabung wie in der Cafébar. Aber welche klassische Espressomaschine ist die beste im Vergleich? Hier finden Sie beliebte Geräte und Sieger aus Siebträgermaschinen Tests – und einen ausführlichen Ratgeber zum Kauf.

Siebträgermaschinen Vergleich

SAGE SES875
Barista Express
De’Longhi Dedica
EC 685.M
WMF Lumero
Siebträger
Beem
Espresso-Perfect
Krups
XP3440
EspressobohnenEspressopulverEspressopulver
Pads (auch E.S.E.)
Espressopulver
Nespresso-Kapseln
Espressopulver
15 bar15 bar15 bar20 bar15 bar
Milchschaum-Düse
Mahlwerk
Milchschaum-DüseMilchschaum-DüseMilchschaum-DüseMilchschaum-Düse

Alle Angaben werden regelmäßig aktualisiert. Preise können aus technischen Gründen jetzt höher sein.

Welche Siebträgermaschine ist die beste?

Die Auswahl an Espressomaschinen wächst ständig. Und neben teuren Top-Geräten gibt es teils sehr günstige Angebote. Zwar zeigen alle Geräte in einem Siebträgermaschinen Test prinzipiell Gemeinsamkeiten, die sie von anderen Kaffeemaschinen abheben. Aber die Unterschiede sind riesig.

Welche Maschine bereitet zuhause den besten Espresso? Und welche ist die Nummer 1, wenn es um Latte Macchiato & Co geht? Wir zeigen Ihnen, worauf es bei der Ausstattung und einstellbaren Funktionen ankommt. Und führen Sie anschließend per Checkliste zur passenden Siebträgermaschine.

Ausstattung

  • Mahlwerk
  • Wasserkreislauf
  • Wassertemperatur
  • Brühgruppe (Druck & Durchfluss)
  • Milchaufschäumer (manuelle Düse oder Automatik)

Einstellungen

  • Mahlgrad
  • Brühtemperatur
  • Durchflussmenge
  • Brühdruck
  • Dampftemperatur (Milchschaum)
Es gibt auch günstige Siebträgermaschinen
Es gibt auch günstige Siebträgermaschinen mit Stil – z.B. dieses Delonghi Modell.
Tipps für guten Espresso

Wie bereite ich Espresso mit einem Siebträger zu?

Das geht in fünf Schritten. Starten Sie mit Punkt 1, wenn Sie mehrere Siebträger haben, sonst mit Punkt 2.

  1. Siebträger für eine oder zwei Tassen wählen.
  2. Füllen Sie 7 bis 9 Gramm Espressopulver in den Siebträger (mehr dazu unten).
  3. Verdichten Sie das Pulver durch Festdrücken mit dem Tamper (siehe unten).
  4. Den Siebträger von unten in die Halterung heben und festdrehen.
  5. Starten Sie den Wasserdurchfluss.
  6. Stoppen Sie den Durchfluss, sobald die gewünschte Menge erreicht ist.

Es gibt übrigens Geräte, die einzelne Schritte automatisch durchführen können. Dazu zählen etwa ein maschinelles Tamping nach Einsatz des Siebträgers sowie eine voreinstellbare Tassengröße.

Voraussetzungen für guten Caffé

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts sind die Anforderungen für einen perfekten Espresso im Grunde unverändert: Eine gut gepflegte Espressomaschine mit der richtigen Leistung und hochwertigen Zutaten. Beides muss stimmen, um den gewünschten Geschmack zu erzeugen.

Die technischen Daten der Kaffeemaschine sind relativ leicht zu prüfen. Schwieriger, aber auch individueller, wird die Auswahl der perfekten Zutaten.

Leistung der Siebträgermaschine

  • 90-94 °C Temperatur: Jede Änderung kann großen Einfluss auf bittere Noten des Kaffees haben.
  • 9 bar Druck: Erlaubt ist auch mehr. Doch erst ab 9 bar kann die Maschine eine schöne Crema und eine samtige Kaffee-Konsistenz erzeugen.

Optimale Zutaten & Details der Zubereitung

Bei fast allen Geräten ist einiges an Ausprobieren und Tests erforderlich, um die ideale Pulvermenge und Verdichtung zu ermitteln. Wenn Sie Bohnen selber mahlen, können Sie

  • Bohnen: Probieren Sie verschiedene Espressosorten aus.
  • Feinheit: Falls Sie selber mahlen: Wechseln Sie den Mahlgrad probeweise.
  • Menge: Variieren Sie die Pulvermenge, die Sie in den Siebträger geben.
  • Dichte: Testen Sie unterschiedlich starke Verdichtungen mit dem Tamper.
  • Wasser: Filtern Sie ihr Wasser um zu testen, ob sich das Aroma ausgewogener entfalten und die Säure reduziert.
  • Pflege: Entkalken Sie die Maschine regelmäßig, da Ablagerungen den Geschmack beeinträchtigen

Tipp: Wie einige der besten Barista den Espresso zaubern, ist immer ein Erlebnis. Wir haben für Sie daher auch eine Liste der besten Cafés in Rom zusammengestellt.

Welche Siebträgermaschine passt zu mir?

Wer eine Siebträgermaschine kaufen möchte, sollte alle Eigenschaften von Innen nach Außen durchgehen. Als Erstes ist der Wasserkreislauf entscheidend – als Letztes das Design. Wir gehen alle Schritte gemeinsam mit Ihnen durch.

Wasserkreislauf auswählen

Es gibt prinzipiell drei Bauarten: Einkreismaschinen, Zweikreismaschinen und Dualboilermaschinen. Sie richten sich jeweils an verschiedene Nutzungsarten. Schauen Sie jetzt, welche zu Ihnen passt:

  • Einkreis-Maschinen: Für Kaffeeliebhaber, die fast nur Espresso zubereiten möchten. Die meisten Espresso-Siebträgermaschinen nutzen dieses Prinzip.
  • Zweikreis-Maschinen: Für alle, die neben gutem Espresso häufig Mixgetränke wie Latte Macchiato oder Cappuccino trinken. In der Gastronomie immer beliebter.
  • Dualboiler-System: Ist dann ideal, wenn Sie z.B. mehrere Tassen Espresso nacheinander mit unterschiedlichen Brüheinstellungen wünschen.
Mehr Details zu den Wasserkreisläufen
Ein Wasserkreis

Einkreismaschinen

Vorteil: kompakte Bauform

Einkreismaschinen besitzen nur einen Heizkessel und nur einen Wasserkreislauf, der sowohl Espresso aufbrüht als auch Dampf für die Milchschaumdüse erzeugt. Das ist an sich auch völlig ausreichend. Nur beim Wechsel zwischen Espresso und Milchschaum bedeutet das Wartezeit.

Guter Espresso benötigt ca. 90 bis 94 °C für optimale Zubereitung. Doch das Aufschäumen von Milch erfordert ca. 110 bis 130 °C. Daher muss der Kessel nach dem Espresso erst noch aufheizen, bevor man Milch aufschäumen kann.

Zwei Wasserkreise

Zweikreismaschinen

Vorteil: separate Produktion von Dampf und Brühwasser.

Diese Espressomaschinen bieten zwei unterschiedliche Kreisläufe, die sich individuell temperieren lassen. Man kann also problemlos mit dem Ersten einen Espresso zubereiten und ohne Pause mit dem Zweiten Milch aufschäumen. Die Maschine ist sofort auf der richtigen Temperatur. Manche Modelle können aber zwischenzeitlich überhitzen.

Da diese Espresso-Automaten im Vergleich besonders schnell diverse Kaffeespezialitäten ermöglichen, sind sie sehr gut für Familien- und Partnerhaushalte geeignet.

Zwei Boiler

Dualboilermaschinen

Vorteil: Genaue Steuerung

Diese Siebträgermaschinen besitzen zwei separate Boiler: Einer ist nur für den Bezug des Kaffees zuständig, der andere nur für  Dampf und Heißwasser. Das vermeidet das Überhitzungsproblem von Zweikreismaschinen. Die jeweiligen Temperaturen lassen sich getrennt und v.a. für Espresso in der Regel exakt einstellen.

Integrierte Wassertanks und Vibrationspumpen ermöglichen inzwischen Modelle in Küchen-üblichen Maßen. Daher findet man inzwischen auch im ein oder anderen Siebträgermaschinen Test Geräte dieser Bauart

Aufwärmzeit

Nach dem Einschalten der Maschine dauert es eine Weile, bis genug Hitze und Druck aufgebaut ist, um die Pumpe aufzudrehen. Wer es oft eilig hat, sollte die Aufwärmzeit im Vergleich besonders im Blick haben. In Tests waren Maschinen mit ca. 20 Sekunden Aufheizdauer mit die schnellsten.

Lautstärke

Die Pumpgeräusche können relativ leise sein, aber auch richtig laut. Achten Sie in der jeweiligen Produktbeschreibung vor dem Kauf auf die angegebene Lautstärke – die allerdings keine Pflichtangabe ist.

Bedienung

Bei jeder manuellen Espressomaschine mit Siebträger sind relativ viele Bedienschritte für einen Caffé erforderlich – im Vergleich etwa zu Kapselmaschinen im Test. Automatische Unterstützung gibt es fast keine.

Meist ist die Bedienung zweigeteilt: Für die Kaffeezubereitung einerseits, und andererseits für den Milchaufschäumer. Die Handhabung erfolgt dann jeweils mit Hebeln, Tasten oder sogar Drehknöpfen. Dabei gilt:

  • Je individueller man seinen Kaffee möchte, desto mehr Handarbeit sollten die Bedienelemente erlauben. Stufenlos verstellbare Hebel und Regler sind hierfür sehr nützlich.
  • Wer es möglichst komfortabel möchte, der sollte auf Tasten und Schalter achten: Sie lösen z.B. Dampf und Druck voreingestellt aus – und man kann bei der Zubereitung eigentlich nichts falsch machen.
  • Beispiel: Manche Maschinen dosieren die Tassenmenge automatisch oder per Speichertaste. Bei anderen ist nur ein manueller Stopp des Brühvorgangs möglich.

Wassertank

Wie viel Volumen ein Wassertank bieten soll, hängt vom eigenen Verbrauch ab. Nützlich ist aber eine gut ablesbare Wasserstandsanzeige. Diese muss man bei manchen Espressomaschinen tatsächlich im Auge behalten, denn manche Maschine würde auch pumpen, wenn der Behälter leer ist.

Milch aufschäumen

Eine schwenkbare Dampfdüse ist der Klassiker, um Milchschaum und Heißwasser zuzubereiten. Die Dampfmenge ist bei anspruchsvolleren Espressomaschinen z.B. per Drehregler stufenlos regelbar. Die Zubereitung erfordert mehr Geschick als Modelle, die einen integrierten automatischen Milchaufschäumer besitzen.

Tassenwärmer

Die obere Fläche einiger guter Siebträgermaschinen ist beheizt, um Tassen vorzuwärmen. Dadurch entfaltet sich das Aroma des heißen Kaffees besser. Selbst kleine Maschinen können bei guter Konstruktion 2 bis 3 Tassen vorheizen.

Abtropfbehälter

Der Abtropfbehälter sollte möglichst groß sein, damit man ihn relativ selten leeren muss. Zudem sollte der Abstand zwischen Abtropfgitter und Siebträgerausfluss hoch genug sein, um Ihre meistgenutzten Tassen oder Gläser dort zu platzieren.

Lieferumfang

Ein guter Lieferumfang enthält das wichtigste Zubehör:

  • Zwei Siebträger oder einen Siebträger mit zwei Einsätzen – jeweils für eine bzw. zwei Tassen
  • Ein Kaffeemaß als genormten Dosierlöffel
  • Einen Tamper – am besten aus Edelstahl.

Übrigens: Es gibt auch eine Kombination aus Siebträgermaschine und Kaffeepadmaschine. Sie ermöglicht sowohl die Verwendung von Espressopulver als auch von Kaffeepads. Man gibt beides jeweils einfach in den Siebträger, der dann auch Pads aufnehmen kann.

Reinigung

Das Säubern einer Espressomaschine ist bei fast allen Modellen im Test der große Nachteil – anders als bei den Geräten aus dem Kapselmaschinen Test. Kein Wunder, denn wo viel von Hand zubereitet werden kann, ist auch das Saubermachen nicht mal eben mit einem Automatikprogramm zu lösen.

Sehr gute Siebträgermaschinen bieten im Vergleich zu einfachen Modellen oft folgendes:

  • Tassenstellfläche und Tropfschale sollten sich leicht herausnehmen lassen.
  • Für eine hygienische Reinigung sind Anbauteile aus reinem Edelstahl oder Aluminium sehr gut. Dass geht das auch in der Spülmaschine.
  • Ein guter Siebträger lässt sich sehr leicht unter laufendem Wasser reinigen.
  • Für einfaches Ausklopfen muss der Einsatz des Siebträgerhalters fest sitzen, um nicht mit dem Kaffeekuchen herauszufallen.
  • Auch die Spitze der Dampfdüse lässt sich bei guten Modellen leicht abnehmen und ausspülen.
  • Bei Maschinen mit Cappuccinatore ist zudem wichtig, dass man auch den Milchbehälter leicht entnehmen und reinigen kann.

Tipps und Testnoten

Sage Barista Express

Sage Barista Express: Sieger Siebträgermaschinen TestDie Sage Barista Express überzeugt – sowohl was die Qualität des zubereiteten Espressos als auch die Verarbeitung angeht. Im Siebträger Test 2018 belegte sie mit „sehr gut (92,8%)“ den ersten Platz beim ETM Testmagazon.

Die Maschine macht es leicht, die Kaffeezubereitung zu einem hohen Grad individualisieren, u.a. durch den Mahlgrad, die Wassertemperatur und die Wassermenge pro Tasse. Um die Möglichkeiten der Maschine voll auszuschöpfen, sollte man sich jedoch intensiv mit ihr beschäftigten.

  • Leichte Programmierbarkeit der Wassermengen pro Tasse
  • Kegelmahlwerk mit 18 Mahlgradstufen
  • Einfach Kontrolle des Extraktionsdruck über Manometer
  • Einige Übung bis zum optimalen Espresso nötig
Mehr Details zur Sage Barista Express

Bedienung

Die Bedienung der Gastroback Design Espresso wirkt im Test angenehm nüchtern und effektiv.

  • Die Bedienelemente – Tasten und Wahlräder – lassen sich angenehm bedienen.
  • Die Beschriftung (leider in Englisch) ist gut lesbar.
  • Über ein Wahlrad lässt sich einstellen, wie viel gemahlenes Kaffeepulver in den Siebeinsatz gelangen soll.
  • Eine Dosierungstaste erlaubt es, zwischen „einfach“ und „doppelt“ zu wählen. Die jeweilige Einstellung wird über eine Leuchtanzeige dargestellt.

Der eigentliche Brühvorgang wird über eigene Tasten für eine Tasse oder zwei Tassen (bzw. doppelten Espresso) gestartet. Beim Wechsel zwischen kleinen und großen Siebträgern müssen Mahlmenge und Mahlgrad allerdings nachjustiert werden, um weiterhin die optimale Espressoqualität zu erhalten.

Schnell einsatzbereit

Über den Espresso Druck-Manometer, der gut sichtbar in der Mitte der vorderen Bedienfront angebracht ist, lässt sich die Extraktionsqualität des Espressos kontrollieren: Das Manometer zeigt an, mit welchem Druck das Wasser durch das Kaffeepulver gepresst wird.

Wenn sich die Anzeigenadel während des Brühvorgangs in der mittleren Zone befindet, wird der Espresso mit optimalem Druck gebrüht, für bessere Crema. Falls sich die Nadel im unteren oder oberen Bereich befindet, ist das z.B. ein Zeichen dafür, dass das Kaffeepulver nicht den richtigen Mahlgrad hat oder nicht richtig angedrückt wurde.

Programmierung

Um die Tassengröße der Espressomaschine zu programmieren, muss man einfach nur die PROGRAMME-Taste drücken. Jetzt startet man den Brühvorgang normal per Tastendruck für ein oder zwei Tassen. Die Maschine bereitet jetzt den Kaffee zu. Sobald die richtige Menge Espresso in der Tasse ist, drückt man die jeweilige Taste noch einmal. Nun ist die Programmierung fertig und wird durch zwei Signaltöne bestätigt. Beim nächsten Tastendruck wird dann die entsprechende Brühzeit abgerufen und der Espresso nach Wunsch zubereitet.

Weitreichende Anpassungsmöglichkeiten

Sage hat die Barista Express mit einem elektronischen PID-Regler ausgestattet. Der Vorteil: Damit lässt sich die Temperatur präzise und gradgenau regeln. Das erleichtert es, den Espresso genau auf den persönlichen Geschmack abzustimmen. Für das optimale Aroma lässt sich auch die Extraktionstemperatur genau einstellen, also die Temperatur der Brüheinheit. So können je nach Kaffeesorte die optimalen Temperaturen verwendet werden.

Lieferumfang

Neben der eigentlichen Siebträgermaschine liegen der Sage Barista Express mehrere praktische Utensilien mit.

  • Espresso-Tamper
  • Milchschäumkanne aus Edelstahl
  • Einzel-/Doppelfiltereinsatz
  • Pulverabstreifer
  • Filterreinigungsset

Ausstattung

Die Gastroback Design Espresso Advanced Barista Edition verfügt über ein integriertes Kegelmahlwerk. Der Mahlgrad kann mit einem Drehregler („Grind Size“) in 18 Stufen von fein bis grob eingestellt werden.

Der Bohnenbehälter fasst bis zu 250 Gramm – ausreichend für ca. 30 Espressoshots. Der Wassertank der Siebträgermaschine fasst zwei Liter. Für einen Druck von 15 bar am Siebträger sorgt eine Oracle-Espressopumpe.

Eine Vorbrühfunktion feuchtet das Kaffeepulver vor dem eigentlichen Brühvorgang kurz an, damit das Aroma besser zur Geltung kommen kann. Eine separate Heißwasserdüse liefert heißes Wasser auf Knopfdruck, zum Beispiel für die Zubereitung eines Tees.

Milchschaumdüse

Die schwenkbare Milchschaumdüse ist aus Edelstahl und um 360° drehbar. Mit ein bisschen Übung gelingt im Test ein ausgezeichneter Cappuccino. Über den Dampf-/Heißwasser-Schalter an der rechten Seite der Maschine wählt man, womit der Schaum zubereitet wird. Eine Signalleuchte vorne an der Maschine zeigt an, welche Funktion gerade aktiv ist.

DeLonghi Dedica EC685.M

Delonghi Dedica Siebträgermaschine TestSchmales Design, ausgezeichneter Espresso: So lässt sich die DeLonghi 685.M Dedica auf den Punkt bringen. Mit nur 14,9 cm Breite findet sich sicherlich in jeder Küche ein Platz für diese Siebträgermaschine.

Trotzdem muss sie sich bei der Qualität des Espressos nicht vor größeren Maschinen verstecken. Entsprechend hat das ETM Testmagazin sie im Kompakt-Siebträgermaschinen Test 12/2018 zum Preis-Leistungssieger gekürt.

  • Für Pulver und E.S.E Pads geeignet
  • Sehr schlanke Bauweise
  • Günstiger Anschaffungspreis
  • Wenige Einstellmöglichkeiten
  • Tamper nur aus Kunststoff
Mehr Details zur DeLonghi 685.M Dedica

Die 2-in-1-Maschine: Kaffeepulver und Pads

Mit der DeLonghi 685.M Dedica erhält man zwei Kaffeemaschinen in einer. Die DeLonghi kann sowohl mit Kaffee- oder Espressopulver als auch mit E.S.E. Pads Espressos und Kaffees zuzubereiten. Damit ist sie ein echter Allrounder und bietet gegenüber den meisten anderen Geräten einen großen Vorteil.

  • Appetit auf einen starken Caffé mit individueller Intensität und Aroma? Mit losem Espressopulver kein Problem.
  • Keine Lust auf genaues Abwiegen und Stampen? E.S.E Pad einlegen und auf die Schnelle zubereiten.
  • Es soll ein langer Kaffee sein? Dann funktioniert der Siebträger auch mit losem Kaffeepulver.

DeLonghi EC 685.M: sehr schlankes Design

Eines der auf den ersten Blick deutlichsten Merkmale der 685.M Dedica ist das Design. Mit gerade mal 14,9 cm Breite und 30,3 cm Tiefe ist sie ausgesprochen platzsparend. Damit ist diese Kaffeemaschine die schmalste, die DeLonghi überhaupt im Programm aus.

Die Maschine selbst ist aus Aluminium gefertigt, die Siebträger sind aus Edelstahl. Das Design der Dedica ist zwar nicht klassisch italienisch, aber es wirkt edel. Aber eine Espressomaschine soll in erster Linie ausgezeichneten Kaffee brühen. Was gibt es in dieser Hinsicht zur DeLonghi zu sagen?

Handhabung: übersichtlich

Wir fanden die Zubereitung von Espresso und Kaffee mit der DeLonghi 685.M Dedica auf Anhieb sehr intuitiv. Man muss sich die Espressomaschine eigentlich nur einmal anschauen und weiß, wie es geht. Je nach Siebträger kann man ein oder zwei Tassen gleichzeitig zubereiten. Dabei hat man die Wahl, ob man seinen Caffé oder die Mixspezialitäten klassisch mit Kaffee- bzw. Espressopulver bereiten will. Oder ob man bequem mit E.S.E. Pads (Easy Serving Espresso Pads) arbeitet.

E.S.E. Pads

Das E.S.E. Pad muss nur in den Siebträger eingelegt werden – dann nutzt man gewissermaßen die Premiumvariante einer klassischen Kaffeepadmaschine (Test). Diese Form wird auch in der Gastronomie oft benutzt.

Espressopulver

Bei losem Pulver funktioniert die Bedienung wie üblich. Man muss selbst die richtige Menge an Kaffeemehl festlegen und von Hand mit dem Tamper (im Lieferumfang leider nur aus Kunststoff, nicht aus Metall) die gewünschte Dichte pressen.

Mehr Möglichkeiten hat man bei der Bedienung aber auch nicht – die Zubereitung erfolgt auf Knopfdruck automatisch, für wahlweise eine oder zwei Tassen. Wer also auch beim Durchdrücken des heißen Wassers ganz nach Gefühl arbeiten will, dem wird bei der Dedica der entsprechende Hebel fehlen. Dafür ist die Bedienung sehr unkompliziert.

Alles an Bord für einen Espresso und Cappuccino

Durch das Thermoblock-Heizsystem und das Selbstentlüftungssystem ist die Maschine auch schnell einsatzbereit. Der Dampfdruck liegt dann bei 15 bar. Die Crema, die von der DeLonghi erzeugt wird, ist hervorragend. Auch Textur und Konsitenz des Getränks wirken authentisch. Positiv fiel zudem auf, wie leise die Espressobereitung abläuft.

Da die Siebträgermaschine einen Milchaufschäumer integriert hat, kann man auch die typischen Spezialitäten zubereiten. Mit Milch und Dampf gelingt z.B. ein cremiger Cappuccino. Allerdings ist dafür ein wenig mehr Geschick vonnöten als z.B. bei der BEEM Germany i-Joy Café, bei der man die Festigkeit des Milchschaums einfach über einen Drehregler bestimmen kann.

DeLonghi EC 685.M Dedica Test und Wertung

Die EC 685.M wurde 2018 ausführlich getestet und konnte im Vergleich mit vielen anderen Modellen überzeugen. Im ETM Testmagazin Heft 12/2018 erhielt sie die Note „sehr gut“ mit einer Bewertung von 92,7%. Das waren nochmals 0,7% mehr, als ihr Vorgänger EC 680.M in Heft 06/2015 erzielt hatte. Insgesamt waren im Test 2018 immerhin 5 Maschinen ausgewählt, von denen nur 2 die Bestnote erhielten, die übrigen 3 waren aber immer noch „gut“.

Preis / Leistung

Sehr gut Noten im Vergleichstest, deutlich günstiger als viele andere Siebträgergeräte und zudem vielseitig sowohl mit Pulver als auch E.S.E Pads zu nutzen: Wer die Handarbeit bei einem Siebträger schätzt, erhält mit der DeLonghi ein tolles Einsteigermodell.

Krups XP3440 Calvi

Krups XP3440 Siebträgermaschinen-TestDie Krups XP3440 Calvi ist eine der schmalsten Siebträgermaschinen auf dem deutschen Markt. Mit ihrem Thermoblock aus Edelstahl ist sie besonders schnell einsatzbereit. Die im Vergleich recht schlanke Bauart ermöglicht auch den Einsatz in kleineren Küchen. Zudem stimme das Verhältnis von Kaufpreis und Nutzwert: In Heft 06/2015 hat das ETM Testmagazin die Krups XP 3440 mit „gut (90,9%)“ bewertet. Unter den insgesamt 8 Kompakt-Siebträgermaschinen im Test belegte es zugleich den ersten Platz in der Kategorie „Preis/Leistung“.

  • Guter Espresso mit schöner Crema
  • Geringer Platzbedarf
  • Günstige Siebträgermaschine
  • Keine automatische Stopp-Funktion
  • Umständliche Bedienung des Aufschäumers
Mehr Details zur Krups XP3440 Calvi

Wie bediene ich die Krups XP3440?

Bei der XP3440 Calvi sind die üblichen Bedienschritte einer Siebträgermaschine erforderlich. Für die Steuerung des Geräts gibt es aber nur zwei Bedienelemente: den An-/Aus-Knopf und einen Drehschalter mit vier kleinen Symbolen z.B. fürs Aufbrühen und Milchschaum. Immerhin: Das Tamping (Festdrücken des Pulvers) übernimmt die Maschine selbst. Zudem gibt es folgende Besonderheiten:

Espresso zubereiten

  1. Die Espressomaschine mit dem (beleuchteten) Knopf auf der Vorderseite einschalten.
  2. Großen Drehschalter nach rechts drehen.
  3. Innerhalb von ca. 20 Sekunden füllt sich die Tasse.
  4. Der Kaffee fließt aus zwei Öffnungen gleichzeitig; man kann also auch zwei Espresso gleichzeitig zubereiten.
  5. Um den Zulauf zu stoppen, muss der Schalter zurückgedreht werden. Es gibt keine Autostopp-Funktion.
  6. Einige Minuten nach der Nutzung schaltet sich die Maschine aus.
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Crema und Konsistenz

Der Pumpendruck beträgt 15 bar. Damit lässt sich eine sehr schöne Crema zubereiten. Auch die Konsistenz des Espresso wird bei passendem Pulver und der richtigen Verdichtung samtig. Allerdings ist dafür (wie fast bei allen Geräten) einiges an Ausprobieren und Tests erforderlich. Die Pumpgeräusche sind übrigens relativ leise.

Milch aufschäumen

Der Milchaufschäumer der Krups XP3440 lässt sich ausklappen. Die Milch selbst wird über einen externen Behälter zugeführt, der leider nicht im Lieferumfang enthalten ist. Hier muss man also mit weiteren Kosten kalkulieren, wenn man Cappuccino und Ähnliches zubereiten will.

Per Drehschalter startet man den Dampfausstoß. Da die Calvi aber keine Zweikreismaschine ist, kann man Kaffee und Schaum nicht gleichzeitig zubereiten. Nach einem Espresso braucht die Krups auch einige Zeit, bis wieder ausreichend Wärme zum Aufschäumen verfügbar ist.

Reinigung

Nach der Zubereitung kann das Sieb einfach ausgeschlagen werden. Die Abtropfschale lässt sich leicht aus der Maschine entnehmen und entleeren. Hier wäre es nur schön, wenn die Maschine anzeigen würde, dass eine Leerung nötig ist.

Mehr Mühe macht naturgemäß das Reinigen der Milchschaumdüse. Damit nichts antrocknet, sollte man das immer sofort nach dem Aufschäumen erledigen. Mit der Halterung des Messlöffels lässt sich die Düse schnell abschrauben und dann reinigen.

Da die Maschine über keine Selbstreinigungsfunktion verfügt, muss man zum Putzen selbst Hand anlegen, um eventuelles Kaffeepulver im Inneren zu entfernen. Ob man auf diesen Komfort im Alltag verzichten will, ist Geschmackssache.

Unser Fazit

Die Krups XP3440 Calvi ist eine Espressomaschine ohne Schnickschnack. Die Zubereitung des Espressos gelingt einfach. Wenn man wenig Platz hat und nicht allzu viel investieren möchte, kann sie eine gute Wahl sein.

Historie der Siebträgermaschinen

Blick in die Geschichte: die erste Siebträgermaschine

Wer sich heute mit einer Siebträgermaschine einen Espresso zubereitet, nutzt die Erfahrungen aus fast 200 Jahren Entwicklungsgeschichte. Die Anfänge liegen im Dunkeln. Das ist nicht anders als bei der übrigen Geschichte der Technik.

  • Für das Jahr 1825 ist die Erfindung einer Dampf-Kaffeemaschine in Bayern überliefert. Allerdings weiß man bis heute nicht genau, was es damit auf sich hatte. Ab dieser Epoche sind die Entwicklungsschritte der Siebträgermaschinen immer besser dokumentiert.
  • Schon 1822 entwickelte der Franzose Louis Bernard Babaut den ersten Prototypen einer Espressomaschine. Bei ihr wurde Dampf dazu genutzt, um heißes Wasser durch Kaffee in einem Filter zu führen.

Bis zu 2.000 Tassen Kaffee pro Stunde

Diese Idee führte Eduard Loysel de Santais 1843 weiter und machte die Maschine marktfähig. 1855 präsentierte er seinen Druckbrühapparat auf der Pariser Weltausstellung und demonstrierte die Leistungsfähigkeit: bis zu 2.000 Tassen Kaffee jede Stunde.

Der Dampfdruck wurde dazu benutzt, das Wasser zu fördern, damit es von oben auf den gemahlenen Kaffee fließen konnte. Die Maschinen waren groß, glänzten – und halfen der Gastronomie, mehr Kaffee mit besserem Aroma zu verkaufen.

Die Risiken des Dampfdrucks

Logischerweise entsprach der Brühdruck, mit dem das Wasser durch das Kaffeepulver lief, dem Gewicht des Wassers. Allerdings war die Maschine alles andere als perfekt. Zum einen bestand die Gefahr, dass sie explodieren konnte. Zum anderen wurde der Kaffee sehr bitter, wenn die Maschine überhitzte oder falsch benutzt wurde.

Noch im Jahre 1878 meldete ein gewisser Gustav Kessel eine Kaffeemaschine zum Patent an, die erneut auf Dampfdruck basierte. Doch dann kam eine neue Entwicklung in Gang.

Kaffeearomen mit Dampf lösen

Für 1885 ist nachgewiesen, dass der Turiner Angelo Moriondi Kaffeemaschinen baute, mit denen er italienische Bars belieferte. Das Besondere bei diesen Maschinen war, dass sie erst Wasser und dann Dampf durch den Kaffee im Metallsieb drückten. Der Dampf trug dazu bei, die Aromen im Kaffeepulver zu lösen.

Das 20. Jahrhundert: der 1. Espresso

Anfang des 20. Jahrhundert war es endlich so weit. Das Grundmodell einer Siebträgermaschine, wie wir sie heute kennen, erblickte das Licht der Welt. Ein Neapolitaner, so sagt man, ärgerte sich maßlos darüber, dass es so lange dauerte, bis sein Kaffee fertig wurde. Also entwickelte er zusammen mit dem Mailänder Erfinder Luigi Bezzera einen neuen Typ von Espressomaschinen.

Die Einführung der Siebträger – und das Wort „Espresso“

Das Neue daran war nicht, dass Dampfdruck für das Brühen des Kaffees eingesetzt wurde. Sondern dass es vier Brühgruppen, also Siebträger, und einen Boiler gab. Für jede Brühgruppe gab es unterschiedliche Siebeinsätze. So konnten – unter gekonnter Dosierung des Drucks mit unterschiedlichen Ventilen – bis zu acht kleine Tassen Kaffee gleichzeitig zubereitet werden konnten.

Der Vorteil für die Gäste: Sie konnten eine Tasse Kaffee „ausdrücklich“ für sich selbst bestellen. Davon ist auch der Name für den schnellen Kaffee zwischendurch abgeleitet: „espressivo“ steht im Italienischen für „ausdrücklich“.

Der Brühdruck dieser neuen Erfindung lag bei ca. 1,5 bar, die Wassertemperatur bei ca. 130 bis 140 °C. Bezzera, der Ingenieur, meldete sein Patent für die neue Art von Kaffeemaschine am 19. November 1901 unter dem Namen „Tipo Gigante“ ein.

Stetige Verbesserungen der Siebträgermaschinen

In den folgenden Jahren arbeiteten unterschiedliche Firmen daran, das Konzept der Espressomaschinen zu verbessern. Dazu gehörten zum Beispiel Arduino, La San Marco, La Marzocco, Rancilio, Cimbali und Snider. Das letztgenannte Unternehmen hat es zum ersten Mal geschafft, eine Maschine zu bauen, die mehr als 1,5 bar Brühdruck erzeugen konnte. Dieser Druck wurde hydraulisch über den Druck in der Wasserleitung aufgebaut.

Die erste Maschine, die Wasser automatisch dosieren konnte

1933 wurde die Firma Illy gegründet, die inzwischen auch die illy iperespresso Maschinen (Test) anbietet. Francesco Illy, der Gründer, erfand eine Espressomaschine, die automatisch das Wasser dosierte. Außerdem war für die Druckerzeugung nicht mehr der Dampf verantwortlich, sondern ein cleveres Druckluftsystem. Damit war der Brühdruck unabhängig vom Dampfdruck. Diese Trennung von Wärme- und Druckquelle schützte das Kaffeepulver vor dem Verbrennen.

Genügend Druck für die typische Crema

Ende der 30er Jahre erreichte Achille Gaggia erstmals das heutige Druckniveau bei der Zubereitung von Espresso. Er nutzte den Druck des Kesselwassers – und konnte ihn durch einen Schraubkolben noch erhöhen. Gaggia erhielt das Patent für diese Idee am 5. September 1938. Später ersetzte er den Schraubkolben durch einen Federkolben. In den nächsten Jahren wurden Ideen entwickelt, um das Patent zu umgehen. So baute zum Beispiel Faema eine Maschine, bei der zweiseitig gelagerte Excenter die Kraft des Hebels auf den Kolben übertragen

Handhebelmaschinen für perfekten Espresso

Mit dem „Handhebel“, daher „Handhebelmaschine“ kann der Barista eine große Feder zusammendrücken, die einen zahnstangenbetriebenen Kolben schiebt. Dieser komprimiert das Wasser und erhöht den Druck auf 8 bis 10 bar. Und erst durch diesen hohen Druck entsteht die Crema auf dem Espresso, diese einzigartige Schaumschicht.