Elektrogeräte : Waschmaschinen : Waschtrockner

Waschtrockner

Im Waschtrockner Test hat Stiftung Warentest einen ausführlichen Vergleich durchgeführt. Nach wie vor aktuell sind die Ergebnisse von Heft 10/2012. Dort nahm das Institut insgesamt sechs Modelle unter die Lupe. Geprüft wurden in einer Mischung aus Waschmaschinen und Wäschetrockner Test die Kategorien Waschen, Waschtrocknen, Trocknen sowie die üblichen Disziplinen Dauerprüfung, Handhabung und Umwelteigenschaften.

Waschtrockner Test: Die drei Sieger bei Stiftung Warentest

Wie auch schon in dem ein oder anderen Waschmaschinen Test gibt es gleich mehrere Waschtrockner Testsieger mit derselben Bestnote. Jeder von ihnen darf sich also mit Fug und Recht als bester Waschtrockner bezeichnen. Für mehr Infos können Sie auf einzelne Modelle klicken. Wie die Geräte im Verhältnis zu meistverkauften aktuellen Geräten abschneiden, zeigt unser Waschtrockner Vergleich.

Bosch WVH28540

Waschtrockner Test Bosch

  • Stiftung Warentest: „Gut (1,9)“
  • Waschen: 7 kg max.
  • Trocknen: 4 kg max.
  • A Energieeffizienzklasse
  • 1400 U/min Schleuderzahl

Siemens WD14H540

Waschtrockner Testsieger Siemens

  • Stiftung Warentest: „Gut (1,9)“
  • Waschen: 7 kg max.
  • Trocknen: 4 kg max.
  • A Energieeffizienzklasse
  • 1400 U/min Schleuderzahl

Miele WT 2780 WPM

Waschtrockner Test Miele

  • Stiftung Warentest: „Gut (1,9)“
  • Waschen: 6 kg max.
  • Trocknen: 3 kg max.
  • A Energieeffizienzklasse
  • 1600 U/min Schleuderzahl

Testwertung und Unterschiede zwischen den Siegermodellen

Alle drei Testsieger haben bei jeweils die identische Gesamtnote „gut (1,9)“ erhalten. Wichtige Unterschiede gibt es bei der Bewertung allerdings.

  • Bosch und Siemens waschen, waschtrocknen und trocknen besser als das Miele Modell – und zwar um 0,2 bis 0,3 Notenpunkte besser. Übrigens fasst die Miele sowohl im Wasch- als auch im Trockenprogramm maximal jeweils 1 kg weniger als die beiden anderen Waschtrockner
  • Dafür sind beim Sieger von Miele wiederum die Umwelteigenschaften und der Schutz vor Waserschäden um 0,2 bis 0,3 Notenpunkte besser.
  • Nicht zu vergessen dabei: Der Waschtrockner Testsieger von Miele ist aktuell (September 2015) gut 900 € teurer als die beiden Bosch/Siemens-Modelle und kostet damit fast das Doppelte.

Dass die beiden günstigeren Geräte auch in den Teildisziplinen jeweils gleichauf liegen, ist kein Zufall: die zwei Testsieger von Bosch und Siemens sind nämlich baugleich. Baugleich bedeutet dabei, dass Technik und Funktion einander entsprechen, während Aussehen und Design voneinander abweichen.

Top 5: Bestseller im Vergleich

Platz12345
ModellAEG L75670WDBosch WVH28540Miele WT 2796 WPMLG F1496AD3Candy GO W 465
Testsieger beiStiftung Warentest
(10/2012)
Waschen
Schleuderzahl 16001400160014001400
Füllmenge max.7,0 kg7,0 kg6,0 kg8,0 kg6,0 kg
Waschwirkung++++++++++
Lautstärke++++++
Trocknen
Füllmenge max. 4,0 kg4,0 kg3,0 kg4,0 kg5,0 kg
Lautstärke+++++
Umwelt
EnergieeffizienzAAABB

Was genau ist ein Wasch­trockner eigentlich?

Wasch­trockner waschen und trocknen im selben Gerät, und das entweder in einem Durchgang – sobald der Waschgang beendet ist, startet automatisch das Trockenprogramm – oder in separaten Läufen. Wäsche schmutzig einlegen, sauber und schranktrocken wieder herausnehmen: ein einzigartiger Vorteil. Weil man zudem ein komplettes Großgerät „spart“, sind Waschtrockner besonders bei engen Platzverhältnissen eine Alternative: Sie passen oft auch in kleine Küchen, Bäder oder Keller.

Die grundsätzliche Programmauswahl sowie die Bedienung entsprechen der gewohnten Handhabung von reinen Waschmaschinen oder Trocknern. Die Auswahl pro Funktion ist jedoch bei vielen Geräten reduziert.

Das Fassungsvermögen ist ebenfalls meist geringer als bei klassischen Modellen. Das liegt daran, dass im selben Gehäuse deutlich mehr Technik untergebracht ist. Beim Waschen lassen sich in der Regel zwischen 5 und 8 kg Baumwolle laden. Zum Trocknen dürfen es meist ca. 3 bis 6 kg sein. Nach außen sind die Abmessungen aber handelsüblich, also z.B. für die typischen 60-cm Nischen in Bad und Küche geeignet.

Vorteile
  • Ein Waschtrockner benötigt ca. nur die Hälfte an Stellfläche gegenüber nebeneinander aufgestellter Waschmaschine und Wäschetrockner. Allerdings kann man diese beiden Geräte häufig auch als sogenannte „Waschsäule“ übereinander positionieren.
  • Schmutzige Wäsche einlegen, saubere Textilien trocken wieder herausnehmen. Und das ohne zwischendurch irgendwie einzugreifen.
  • Nur ein Gerät statt zwei separate Automaten kaufen kann insgesamt Geld sparen.
Nachteile
  • Meist relativ geringe Programmauswahl.
  • Teils längere Programmzeiten im Vergleich zu reinen Wäschetrocknern oder Waschmaschinen.
  • Recht kleine Füllmenge, in der Regel 8 kg oder deutlich weniger.
  • Die Trockenmenge ist meist deutlich geringer als die maximale Waschladung. Daher kann man eine volle Trommel nicht durchgängig reinigen und direkt im Anschluss trocknen.
  • Waschtrockner mit sparsamem Wärmepumpetrockner sind nicht erhältlich, da die Pumpe zu groß für das Kombigerät wäre.

Das bewerten die Prüfer

Die maßgeblichen Magazine wie Stiftung Warentest oder ein Testmagazin wie ETM untersuchen jeden Waschtrockner in mehreren Disziplinen. Da sowohl der Einsatz als Waschmaschine als auch Trockner möglich ist, werden für beide Verwendungszwecke ausgiebig die entscheidenden Funktionswerte geprüft.

Jede Kategorie hat eine unterschiedliche Wichtigkeit. Deshalb setzt sich die Gesamtnote nicht einfach aus dem Durchschnitt der Einzelwertungen zusammen. Stattdessen ist die jeweilige Bedeutung prozentual festgelegt. Dabei nehmen besonders relevante Aspekte – z.B. die Funktionsprüfung – einen größeren Anteil der Testwertung ein.

Doch auch Aspekte wie Bedienung, Energieverbrauch und Sicherheit spielen eine Rolle. Und die kann im Zweifel sogar zunehmen: Wenn ein Modell bei einer unverzichtbaren Eigenschaft komplett versagt, folgt daraus oft eine besonders starke Abwertung der Gesamtnote.

Wichtige Disziplinen im Waschtrockner Test

Kurz vorweg: Je nach Magazin und Institut ändern sich Bezeichnung, genauer Umfang und anteilige Bedeutung dieser Testbereiche. Sie erhalten in der folgenden Zusammenstellung aber einen guten grundsätzlichen Überblick.

  • Funktionsprüfung: Reinigungs- und Trockenwirkung werden getrennt ermittelt. Zusätzlich spielt auch tatsächliche Programmdauer eine Rolle.
  • Dauerprüfung: Treten während der Nutzung Probleme auf? Dafür simulieren die Tester eine jahrelange Nutzung. So kann man zugleich die Langlebigkeit ermitteln.
  • Handhabung: Eine gute Bedienungsanleitung, verständliche Bedienelemente und leichtes Be-/Entladen stehen hier im Zentrum.
  • Sicherheit: Bei Waschtrockern sollten keinesfalls Wasserschäden auftreten. Ob der Test problemlos blieb, gibt diese Einzelwertung an.
  • Umwelt: Egal was auf dem Energieetikett steht, für diese Rubrik prüfen die Testmagazine den tatsächlichen Verbrauch und die Lautstärke beim Waschen und Trocknen. Im Trockengang misst man lediglich den Stromverbrauch, im Waschmodus zusätzlich den Wasserverbrauch.

Wie gut sind Waschmaschinen mit integriertem Trockner?

Wasch- & Trockenwirkung

Ergebnisse

Auch die Reinigungs- und Trockenleistung kann für Einzelgeräte sprechen: Viele reine Waschmaschinen bzw. reine Wäschetrockner bieten in ihrer jeweiligen Disziplin mehr Komfort oder Funktionsvielfalt – schließlich kann die gesamte Konstruktion auf einen einzigen Zweck optimiert werden.

Doch die bisher getesteten Waschtrockner leisten in der Regel gute Arbeit. Im Bericht von Stiftung Warentest fiel von sechs geprüften Geräten nur ein einziges negativ auf.

Wartezeit

Programmdauer

Vor allem im Kombiprogramm ist Geduld gefragt – noch mehr als bei separaten Waschautomaten und Trocknern. Wer 6 oder 7 Kilogramm Wäsche in einem Durchlauf erst waschen und dann trocknen lässt, muss mit über 6 Stunden rechnen.

Bei einer einzigen Trommelfüllung ist das egal. Sobald man aber zwei Ladungen oder mehr zu reinigen hat, kann man bei getrennten Maschinen schon parallel die zweite Waschladung starten, während man die erste Füllung in den Trockner gibt.

Laufende Kosten

Umwelt und Verbrauch

Strom- und Wassereinsatz der Kombigeräte sind eine Schwäche. Bei beiden Programmarten liegen sie auf ähnlichem oder tendenziell höherem Niveau als beim jeweils separaten Einzelgerät.

Der Energiekonsum während des Trocknens ähnelt einem Kondensationstrockner. Auf effiziente Wärmepumpen muss man verzichten – sie wären zu groß für das Gehäuse. Und weil Waschtrockner mit Wasser statt Luft kühlen, fällt auch der Wasserverbrauch mit teils über 100 Litern hoch aus.

Testfazit: Wann sind Waschtrockner geeignet?

Wäschetrockner sind sicher immer noch ein kleiner Luxus, zumal man zusätzlich zur Waschmaschine noch ein zweites Großgerät unterbringen muss. Oder? Denn mit einem Waschtrockner schlägt man dem Platzproblem ein Schnippchen: Im Außenformat einer normalen Waschmaschine sind in diesen Modellen die Geräte fürs Waschen und Trocknen einfach beide enthalten. So kann man schmutzige Textilien einlegen und hintereinander erst waschen und danach direkt trocknen lassen, in einem Durchlauf.

Nur Waschen oder nur Trocknen geht natürlich auch. Und beides erledigt der Waschtrockner Sieger richtig gut.

Sinnvoll ist ein Waschtrockner in Fällen wie diesen:

  • Zu wenig Stellfläche für separate Waschmaschine und Trockner.
  • Häufiger Bedarf, Wäsche am Stück erst zu waschen und sofort danach maschinell zu trocknen, weil man zwischendurch die Wäsche nicht von einer Maschine in die andere umlegen kann, will oder möchte.
  • Eine sogenannte „Waschsäule“, bei der man einen Trockner auf eine Waschmaschine stellt, ist nicht möglich – weil am Stellplatz die entsprechende Höhe nicht vorhanden ist, der Boden an dieser Stelle nicht so stark belastet werden darf oder weil man diese Konstruktion als unsicher empfindet (wobei es allerdings entsprechende Verbindungsstücken zum Fixieren des Trockners gibt).

Technik im Blick: Darauf sollte man vor dem Kauf achten

Füllmenge

Für die Bemessung und Angabe der Füllmenge gibt es EU-weite Verordnungen. Aber Vorsicht: Im Wasch- und Trockengang sind in der Regel verschiedene Fassungsvermögen möglich. Wer Reinigung und Trocknung in einem Durchgang erledigen möchte, darf nur die kleinere Füllmenge nutzen, die jede Betriebsart verkraftet.

Beispiel

Angenommen die Kapazität im Waschgang beträgt 8 kg, im Trockenprogramm aber nur 6 kg. Dann dürften für einen kombinierten Wasch-Trocken-Gang max. 6 kg Baumwollwäsche in die Maschine.

Technik & Bauweise

Schon Waschmaschinen und Trockner allein gibt es in diversen Bauarten. Diese Unterschiede kann ein Waschtrockner, zumindest theoretisch, zu zahllosen technischen Varianten kombinieren. Doch in der Regel beschränken sich die verfügbaren Geräte auf überschaubare Varianten.

  • Konstruktion: Toplader oder Frontlader
  • Trockentechnik: Wärmepumpentechnik oder Kondensationstechnik

Energie sparen

Wenn es um Energieeffizienz & Co geht, gilt auch bei den Waschtrocknern, dass Wärmepumpentechnologie das mit Abstand sparsamste Prinzip ist. Dennoch können auch sehr gute Kondenstrockner eine exzellente Effizienzklasse erzielen.

Kleiner Stellplatz

Wenig Stellfläche zur Verfügung? In engen Nischen helfen schlanke Modell mit 45 cm Breite. Und wenn vor dem Gerät wenig Platz ist, kommt ein Toplader in Frage. Alle gefundenen, seriösen Waschtrockner Tests bezogen sich aber auf Frontlader.