Dampfreiniger

Welches ist der beste Dampfreiniger für Ihre Zwecke? Jetzt im Vergleich informieren – mit ausführlichem Ratgeber und Fazit zum Dampfreiniger Test.

Was ist ein Dampfreiniger?

Dampfreiniger Test-Infos
Welche Dampfreiniger ist der beste für mich? Im Ratgeber finden Sie dank Vergleich und Test schnell das passende Modell.

Dampfreiniger stoßen heißen Dampf aus, um Verschmutzungen, Kalk, Bakterien oder harten Dreck zu lösen. Zumindest versprechen das die Hersteller. Dabei gibt es unterschiedliche Bauweisen: Einige wischen die Oberfläche mit dem kondensierten Dampf nur ab, andere funktionieren zugleich als Staubsauger.

Dampfreiniger im Vergleich

Vor dem Kauf ergeben sich viele Fragen: Wie funktionieren die verschiedenen Dampfreiniger genau? Für welche Einsatzbereiche ist der Einsatz effektiv oder nicht? Wir haben die besten Antworten auf alle Fragen gesucht und bieten in diesem Ratgeber einen umfassend Überblick.

Ratgeber Dampfreiniger

So funktionieren Dampfbesen

Die Geräte im Dampfreiniger Test erzielen ihre Wirkung vor allem mit Wasserdampf. Das Wasser wird in einem integrierten Behälter transportiert und im Gerät erhitzt. Anschließend sprüht das Gerät diesen Dampf über Düsen mit Druck auf den zu reinigenden Untergrund.

Dadurch löst der Strahl den Schmutz zunächst nur. Um den gelösten Dreck aber auch zu beseitigen, existiert in der Regel ein Wischaufsatz. Er umgibt die Düsen. Es gibt aber auch Dampfsauger, die den feuchten Schmutz nach der Behandlung einsaugen.

Bautypen: Vom Handgerät bis zum Bodenreiniger

Grundsätzlich lassen sich Dampfreiniger in vier Gruppen sortieren. Die ersten drei funktionieren technisch im Prinzip alle gleich, unterscheiden sich aber in der Größe und der Handlichkeit. Die vierte Bauart erweitert das Dampfwischen noch um eine Saugfunktion.

  • Bodendampfreiniger
  • Dampfbesen
  • Handdampfreiniger
  • Dampfsauger

Dampfreiniger mit Schlauch

Bodendampfreiniger

Bodendampfreiniger funktionieren ähnlich herkömmlichen Staubsaugern. Der Tank befindet sich in einem separaten Bauteil, den man über den Boden ziehen kann. Er ist dadurch in der Regel größer als bei den anderen Bautypen, was für eine höhere Laufzeit sorgt.

Über einen Schlauch mit Aufsatz zielt man den Dampfstrahl auf die zu reinigende Fläche. Der Aufsatz dient in der Regel auch zum Wischen und Aufnehmen des Schmutzes. Geeignet ist diese der Dampfreiniger für große Flächen.

Dampfsauger

Eine Sonderform sind so genannte Dampfsauger, eine Variante der Wischsauger. Sie sind ähnlich leistungsstark wie die Bodenreiniger, besitzen aberzusätzlich eine Saugfunktion. Die Nässe wird mitsamt dem Schmutz aufgesaugt und gesammelt.

Mit diesen Geräten lassen sich vom Prinzip her auch geölte Böden und Teppiche reinigen. Dieses erweiterten Einsatzbereiche sorgen dafür, dass Dampfsauger preislich deutlich von eher günstigen anderen Geräten abheben. Sie kosten mehr, bieten aber mehr Komfort.

Modelle ohne Schlauch

Handdampfreiniger

Noch kompakter sind Handgeräte. Hier befindet sich die Technik gemeinsam mit dem Wassertank in einem Korpus. Der Unterschied ist die geringe Größe. Der Handreiniger kann man anders als bei den Stielgeräten während des Reinigens in der Hand halten oder mit einem Schultergurt auf der Schulter tragen.

Dadurch lassen sich auch hohe, enge und schwerer zugängliche Stellen leichter erreichen. Im Dampfreiniger Vergleich liefern die Handgeräte allerdings die schwächste Leistung und den kleinsten Wassertank.

Dampfbesen / Mopp

Die kleinere Variante von Dampfreinigern sind so genannte Dampfbesen. Diese Stielgeräte haben üblicherweise die Ausmaße von einem Wischmopp. Auch sie besitzen einen Wassertank, der allerdings im selben Bauteil mit der Düse und dem Handgriff verbunden ist.

Zudem ist die Bodenfläche mit einem Aufnehmer bezogen, z.B. aus Mikrowasser. Somit ähnelt die Bauweise eben einem (dicken) Besen. Sie lassen sich dadurch leichter bewegen, haben aber eine geringere Laufzeit und liegen in der Regel auch in der Leistung hinter den Bodendampfreinigern.

Wo lässt sich sinnvoll mit Dampf reinigen?

Geräte wie Dampfbesen und Heißwasser-Wischmopp begegnen immer häufiger in der Fernsehwerbung. Dort stellen die Hersteller sie als Allrounder im Kampf gegen Schmutz dar. Tatsächlich aber ist der Einsatz von Dampfreinigern vor allem auf harten Oberflächen sinnvoll, die unempfindlich auf Wasser und Hitze reagieren. Einsatzbereiche daher z.B. geflieste, glatte oder metallische Oberflächen in Küche, Bad, Garten und Auto. Dampfsauger sind aber vor allem dann von Vorteil, wenn größere Mengen Schmutz eingesogen werden müssen.

EinsatzbereichVerwendung
BadSeifen- und Kalkreste auf Armaturen, Spiegeln, Fliesen oder Duschkabinen beseitigen.
GartenSteinplatten, Wege und z.B. Betonböden lassen sich von Moos und anderen Belägen reinigen.
AutoSchmutz an Felgen, auf Scheiben und an Hartplastik entfernen. Vorsicht bei Lack: Der Dampf dürfte diesem kaum schaden, aber die Bauteile des Reinigers können Kratzer verursachen.
WohnungJe nach Endtemperatur lassen sich auch umepfindliche Teppiche und Polstermöbel mit Dampf säubern.
Tipp: Desinfektionsmittel

Wer seine Böden nicht einfach nur mit Wasser putzen möcht, kann in einen speziellen Tank auch wenige Milliliter Desinfektionsmittel hinzufügen. Das Mittel wird im Dirt Devil AquaClean dann mit dem Wasser vermischt und dem heißen Dampf somit beigemengt. Der Tank mit dem Desinfektionsmittel ist vor allem für Haushalte mit hohem Hygienebedarf von großer Bedeutung.

Wann sollte man auf Wasserdampf verzichten?

Bei jedem Einsatz ist zu beachten, dass empfindliche Materialien aufgrund der hohen Hitzeentwicklung und Luftfeuchtigkeit nicht für die Reinigung mit einem Dampf geeignet sind. Dazu zählen zum Beispiel unversiegelte Holzböden, Dielenböden und Parkett. Besonders temperaturempfindliche Materialien sollte man vorab an einer unauffälligen Stelle testen.

Dampfreiniger Test: Bericht und Noten

Ein recht aktueller neutraler Test liegt von ETM Testmagazin vor (Heft März 2014). Der Sieger war der Fakir DR88 mit einer Gesamtbewertung von 92,4% und der Note „Sehr gut“. Stiftung Warentest hat zuletzt leider im April 2007 einen Testbericht über Dampfreiniger herausgebracht.

  • Testsieger bei den Bodengeräten war hier der Kärcher SC 1402 mit einer bescheidenen Gesamtnote von „befriedigend (2,9)“.
  • Bei den Handgeräten konnte der Royal M 349 mit einer Gesamtnote von „befriedigend (3,0)“ noch am besten abschneiden.
  • Die Stielgeräte lieferten im Testbericht das schlechteste Bild. Noch am besten konnte der Clean Maxx Dampfbesen SV-518 abschneiden. Er erreichte als Gesamtnote „ausreichend (3,6)“.

Häufige Schwächen

Im Test fiel bei mehreren Geräten die hohe Hitze am Schlauch und an den Griffen negativ auf. Sie lag bei keinem der Dampfreiniger im gesundheitsgefährdenden Bereich, sorgt allerdings für eine Einschränkung des Bedienkomforts.
Vor allem die Düse kann sehr heiß werden. Sie sollte nach der Reinigung unbedingt abkühlen, bevor man sie abnimmt.

Ratgeber: Welchen Dampfreiniger sollte ich kaufen?

Für einige Modelle liegt ein Testbericht vor, der über Leistung und Bedienung Auskunft gibt. Doch auch ohne einen genauen Dampfreiniger Test können Sie die Auswahl relativ schnell eingrenzen. Die folgenden Kriterien können Ihnen helfen, das passende Gerät zu finden.

Nach Fläche entscheiden

Wer einen Dampfreiniger kaufen möchte, sollte vorher den Einsatzbereich klären.

  • Für kleinere Flächen wie Polstermöbel oder Gardinen reicht oft ein Handdampfreiniger.
  • Bei Einsätzen im Badezimmer dürfte der Dampfbesen die beste Alternative sein.
  • Um das gesamte Haus mit vielen Bodenflächen regelmäßig zu reinigen, ist ein Bodendampfreiniger die beste Lösung.
  • Je größer der Wassertank, desto größer die mögliche Reinigungsfläche.

Nach Leistung auswählen

Ein wichtiges Kriterium für eine ordentliche Reinigung ist der Dampfdruck.

  • Kleinere Geräte sollten 2 bis 3 bar bieten, größere Modelle mindestens 4 bar.
  • Zusätzlich zum Dampfdruck spielt die maximale Temperatur eine entscheidende Rolle.
  • Je höher beide Faktoren sind, desto besser ist die Wirkung. Dadurch hat der Kärcher Fakir Steamtech im Dampfreiniger Test mehrfach gute Noten erzielt.

Auf die Bedienung achten

Eine komfortable und sichere Handhabung ist unverzichtbar.

  • Die Aufheizeit darf bei kleineren Modellen 1 bis 4 Minuten betragen, bei einem Bodendampfreiniger zwischen 4 und 8 Minuten.
  • Zur Sicherheit sollte das Dampfgerät eine Kindersicherung besitzen.
  • Bei guten größeren Modellen lässt sich die Dampfmenge regulieren. Wer unterschiedliche Materialien reinigen möchte, kann das Gerät dadurch passend einstellen.

Verbrauch berücksichtigen

Die Konstruktionsweise hat großen Einfluss auf den Verbrauch.

  • Einige Modelle heizen den gesamten Wasserbehälter auf, ähnlich einem Warmwasserspeicher. Andere pumpen es zum Erhitzen in einen Durchlauferhitzer. Das bedeutet, dass nur das benötigte Wasser erhitzt wird, während es auf dem Weg zur Düse ist. Es muss also nicht etwa der gesamte Wassertank aufgeheizt werden. Entsprechend niedriger fällt auch der Stromverbrauch aus.