Elektrogeräte : Staubsauger Test-Info : Staubsauger Saugleistung

Staubsauger Saugleistung

Für einen Staubsauger ist die Saugleistung sehr wichtig. Die Motorleistung des Gerätes ist jedoch nicht relevant für die Saugkraft, sondern für die hineingehende Leistung. Die entsprechende Wattzahl ist daher für die Leistungskraft des Staubsaugers nicht ausschlaggebend. Entscheidend ist vielmehr die Kombination aller Faktoren im Staubsauger, zu denen Düsenkonstruktion, Motorleistung und Saugrohr zählen. Diese müssen gut aufeinander abgestimmt sein.

Was genau ist die Saugleistung?

Die Saugkraft eines Staubsaugers definiert die Stärke des Unterdrucks, um Schmutz anzusaugen. Diese Kraft kann man durch hohen Stromverbrauch steigern. Cleverer sind aber z.B. kurze Saugwege im Gehäuse, eine reibungsarme Lagerung des Motors und eine gut konstruierte Technik. Denn all dies steigert die Saugkraft ohne Mehrverbrauch.

Wie wird gemessen?

Die Saugkraft wird in mmWS (Millimeter Wassersäule) gemessen. Diese Angabe wird jedoch vom Hersteller oft nicht mitgeteilt. Deshalb sollte man sich vor einem Kauf auch gezielt über die effektive Saugwirkung informieren, z.B. in einem Staubsauger Test.

Die Wattzahl ist kein eindeutiger Maßstab, aber immerhin ein Orientierungspunkt. Je mehr Watt, desto höher die Saugwirkung – diese Faustregel kann man im Hinterkopf behalten, muss sie aber mit Vorsicht genießen: Moderne Staubsauger setzen nämlich darauf, zum Energiesparen aus möglichst wenig Watt einen möglichst hohen Sog zu erzeugen. Aber klar: Ein tragbarer Akkusauger mit 100 Watt kann kaum die gleiche Wirkung entfalten wie ein 700-W-Modell. Allerdings kann ein 400-W-Gerät kräftiger saugen als eines mit 600 W – wenn seine Komponenten besser aufeinander abgestimmt sind.

Angaben zur mmWS vergleichen

Wenn man das Glück hat, dass bei verschiedenen Saugern, die infrage kommen, jeweils die mmWS angegeben ist, kann man leicht selber seinen Favoriten finden: Je höher die Angabe in mmWS ist, desto stärker ist auch die Saugkraft des Staubsaugers.

Tipps:

  • Ein Bodenstaubsauger mit hoher Saugkraft sollte deshalb mit einer Leistung ab 2.500 mmWS ausgestattet sein, um gute Dienste zu erweisen.
  • Die Saugkraft der meisten Handstaubsauger fällt im Vergleich zu einem Bodenstaubsauger deutlich geringer aus. Sie sollte dennoch nicht niedriger als 250 mmWS sein.

Verstellstufen – das sollte man beachten

Moderne Staubsauger haben in der Regel mehrere Saugleistungsstufen, die man dem Verschmutzungsgrad anpassen kann. Häufig gibt es vier bis sechs Verstellstufen, die für den Normalfall auch genügen. Doch auch stufenlose Modelle und Modelle mit Stufenautomatik haben wir bereits ausprobiert. Sie bieten noch mehr Komfort, aber erforderlich ist diese Ausstattung eigentlich nicht.

Art der Steuerung

Die Steuerung erfolgt elektronisch oder mechanisch. Bei mechanischer Regulierung wird der Sauger durch einen Schieber zusätzlich mit Nebenluft versorgt, sodass der Unterdruck sinkt. Der Verbrauch bleibt dabei aber gleich.

Untergrund und Verschmutzungsgrad

Für unterschiedliche Untergründe muss auch die Saugleistung variabel sein. Fasermaterialien wie Teppiche, Stoffe und Möbel benötigen in der Regel einen höheren Unterdruck als z.B. Fliesen, Parkett und andere harte Böden.

Sanft saugen ist ebenfalls wichtig

Damit auch empfindliche Materialien beim Saugen keinen Schaden erleiden, ist eine Saugkraftregulierung meist unverzichtbar.

Saugwirkung im Test: So misst man Reinigungsleistung

Wie kann man untersuchen ob ein Sauger mit Beutel wirklich gut den Boden reinigt? Vor allem bei Teppich(boden) ist das eine wichtige Frage – denn auf diesem schwierigen Untergrund ist die Reinigungsleistung oft nur mittelmäßig. Deshalb prüfen Institute wie Stiftung Warentest oder andere renommierte Magazine die Ergebnisse nicht nur nach Augenschein, sondern wissenschaftlich.

Abgewogenen Schmutz verteilen: Wie viel saugt das Gerät wieder ein?

Zur Prüfung wird ein spezieller Prüfstaub in einer abgewogenen Menge in einen Verteiler gegeben, der ihn daraufhin maschinell und immer identisch auf mehrere Bodenabschnitten ausstreut. Anschließend treibt man den Staub mit Walzen tief in die Fasern – vergleichbar dem festgetretenen Schmutz in einer normalen Wohnung.

  1. Ein leerer Beutel bzw. eine leere Staubbox wird gewogen und in den Sauger eingelegt.
  2. Das Gerät saugt mehrmals über das präparierte Teppichstück.
  3. Anschließend wird der Auffangbehälter erneut gewogen. Die Differenz dieses Gewichts zum vorigen ergibt die aufgenommene Staubmenge.
  4. Da bekannt war, wie viel Gramm Schmutz in den Teppich eingearbeitet war, lässt sich erkennen, wie viel Prozent der Staubsauger aus den Fasern herausgezogen hat.

Übrigens: Die Saugleistung kann bei Bodenstaubsaugern mit Beutel je nach Füllgrad variieren. Um auch zu überprüfen, ob die Ergebnisse nachlassen, wenn der Staubbeutel gefüllt ist, wird derselbe Test mit verschiedenen Füllzuständen durchgeführt.

Polster, Tierhaare und andere Fasern

Ähnlich wie gerade beschrieben funktioniert das Ganze auch bei gröberem Schmutz wie etwa Tierhaaren. Dafür präparieren die Tester typische Stoffe, z.B. Polster, mit einer normierten Verteilung und walzen diese ein. Im Anschluss erfolgt die Probe: Welcher Sauger kann im Vergleich die meisten Fasern bzw. Haare innerhalb einer bestimmten Zeit aufnehmen?

Bieten Saugroboter auch eine Saugleistung oder bürsten sie den Staub nur?

Moderne Saugroboter arbeiten mit einer Kombination aus Saugkraft und Reinigungskraft durch eine Bürste. Verunreinigte Stellen werden durch bürstende Vor- und Rückwärtsbewegungen von Schmutz befreit, welcher anschließend durch die Saugkraft in das Innere des Gerätes befördert wird.